Adventures von Steffi und Felix

Willkommen auf dem Blog von Steffi und Felix. Wir leben in Innsbruck und sind öfters in der wunderschönen Region rund um Tirol unterwegs. Wir lieben den (Berg-)Sport und nutzen den Blog um immer mal wieder über Touren, Reisen oder Erlebnisse zu berichten.

  • Skandinavien ^4

    Unser zweites Mädl ermöglichte uns, dass wir abermals einen Familiensommer im schönen Norden verbringen durften. Lange war das Ziel ungewiss, aber dann haben wir uns doch erneut für Skandinavien entschieden, einfach weil wir es so lieben und unser Herz für den Norden schlägt. Gestartet sind wir dieses Mal am 07.07.2025 und wir hatten in etwa 8 Wochen Zeit.

    Pläne hatten wir tatsächlich wieder keine und Erwartungen noch viel weniger. Das Leben hat uns schon viel gelehrt und nun waren wir ja auch das Reisen mit Kind schon gewohnt. Dennoch hat man kleine Ziele/Wünsche im Kopf. Wir wollten uns treiben lassen, wollten ein paar Freunde besuchen/treffen, wollten Fische fangen, etwas wandern, ein bisschen laufen und der Wunsch Fels unter die Finger zu bekommen war natürlich schon sehr präsent.

    So geht es mit unserem neuen Dach, voll bepackt und voller Vorfreude um 17.30 Uhr in Grinzens los. Ein Pizzazwischenstopp in Lermoos und dann geht es bis auf eine Schrecksekunde (wir dachten das Kinderfahrrad sei weg) und einer etwas unentspannten kleinen Maus sehr gut bis nach Wedemark (in der Nähe von Hannover). Hier verbringen wir eine kurze (02.30 Uhr – 06.30 Uhr), aber gute Nacht. Der Parkplatz ist perfekt, auch am Morgen haben wir Sonnenschein und Wald zum Erkunden. So geht es dann entspannt die letzten Meter bis nach Travemünde, wo wir in der Nähe vom Fährhafen beim Silkteich einen schönen Tag verbringen. Mit der Nils Holgersson Fähre geht es am Abend mit zwei braven, aber erledigten Kindern los in Richtung Schweden, welches uns am Morgen mit Sonne begrüßt und wir am ersten Rastplatz mit Spielplatz und Meer einfach nur dankbar dafür sind, 8 Wochen ohne viel Plan, aber viel Zeit vor uns zu haben.

    Lebensgefühl
    Lebensgefühl

    Der geplante Start mit 3 Nächten am Campingplatz Ivö Camping ist die absolut richtige Entscheidung, wir können als Familie sehr entspannt ins Josi-Nana (unser Auto 😊) Leben reinkommen. Das Bouldergebiet ist abermals ganz nett und das Wetter testet uns dann auch gleich. Eine Gewitterböe zerstört unsere Markisenhalterung, welche leider nicht reparierbar war und so geht es am schnellsten Weg mit Markise im Auto in Richtung Ferienhaus von Steffi und Martin, wo die Ersatzteile geliefert werden sollen. Die Reise zum Ferienhaus in Ramsberg funktioniert gut und wir feiern ein Revival mit Clemens, Sandra und Nachwuchs. Wir genießen wie schon vor 3 Jahren die Zeit bei Steffi, Martin und Junior sehr, pflücken Heidelbeeren und machen sogar Marmelade für die Reise, fahren mit dem Boot, angeln, schwimmen, planschen, saunieren und spielen Kubb. Danke euch abermals für die unvergesslichen schönen Tage in eurem kleinen Paradis. Die Teile kommen zeitnah und die Markise kann wieder aufs Auto. So geht es dann am 17.07 weiter in den Norden. Ganz nach dem Motto Treiben lassen, ist für uns nach der Wetterberichtrecherche klar, dass wir in den Norden müssen. Da im Norden Reisen einfach keinen Mühen macht haben wir die Reisetage tatsächlich eher als Badetage abgespeichert, denn jede Pause wird bei sehr warmen Temperaturen bei einem schöneren See als dem anderen, meist fast allein, genutzt. Luxus pur und so sind wir zwei Tage später bei Mosjoen, eigentlich mal als eventueller nördlichster Punkt gedacht, war dann nicht so 😊 In Mosjoen gibt es jedenfalls eine neue Angel für Felix. Beim Einweihen der Angel beißt dann gleich mal ein Dorsch und unsere Große möchte ihn rauskeschern, dabei macht sie allerdings an den Scheren einen Abgang und landet im Wasser. Zum Glück geht die Situation gut aus und was in Erinnerung bleibt, ist, dass es sich am Meer und Wasser auszahlt immer sehr vorsichtig zu sein.

    Norwegen
    Norwegen

    Aufgrund des Hochs im Norden beschließen wir dieses Jahr Sandnessjoen und Donna mitzunehmen und es war die beste Entscheidung. Wir müssen zwar teilweise aus der Sonne fliehen, weil es viel zu heiß ist, sagen manche geplanten Wanderungen ab und sind stattdessen auf den wunderschönen Sandstränden, weil außer Baden alles zu heiß ist. Den Fischen ist es zum Glück nicht zu heiß und sie beißen gerne und viel, vor allem wenn die Große das „Fisch-halt-dich-fest“-Lied singt. Meist finden wir schattige Schlafplätze, wenn jedoch nicht, ist es tatsächlich zu warm im Bus und die Kids können auch vor 23.00 Uhr nicht schlafen und alle sind um 06.00 wieder wach, die Sonne geht ja quasi nie unter und das kann bei 30 Grad dann auch anstrengend sein. Wir reklamieren allerdings nicht und genießen das Wetter und machen stattdessen eine traumhafte und absolut gelungene Abendwanderung auf den Akvikfjellet.

    Nach Donna geht es dann ein Stück weiter nördlich bis Svartisdal, wo wir am nächsten Tag bis zum Svartisen Gletscher gehen möchten. Wir lernen am Freicampingplatz, der einen tollen Spielplatz zu bieten hat, eine sehr nette Schweizerfamilie kennen. Mit ihnen gehen wir am nächsten Tag dann mehr oder weniger gemeinsam zum Svartisen Gletscher, was der Start einer sehr schönen gemeinsamen Woche war. Eine kurze Bootsfahrt und eine schöne Wanderung erwarten uns an diesem Tag. Es ist sehr warm, die Kids sind aber superbrav und schlussendlich geht Felix die letzten Meter alleine bis direkt zum Fuße vom Gletscher, damit wir keinen Stress haben, das Boot zurückzuerwischen. Wir fahren dann am Abend mit den Schweizern noch ein Stück in Richtung Norden, bis fast zum Polarkreis. Die nächsten Tage sollten wettertechnisch nicht so gut werden. Gemeinsam mit den Schweizern machen wir aber das Beste draus und haben eine sehr schöne Zeit gemeinsam. Sind viel erfolgreich angeln, wandern, Fahrrad fahren und erkunden sogar das größte Höhlensystem in Skandinavien. Die Mädls verstehen sich super, sind ja auch nur einen Tag hintereinander auf die Welt gekommen. In Bodo nehmen wir dann eine gemeinsame Airbnb Unterkunft für 2 Nächte, was Felix gut arbeiten lässt und auch das regnerische Wetter kann gut vorbeiziehen. Zum Abschluss einer sehr spontanen und mehr als nur gelungen Woche gehen wir dann alle gemeinsam sogar noch klettern und es macht richtig Spaß Fels zu spüren und sich an der Wand zu bewegen und danach beenden wir den Traumtag mit baden noch an einem schönen See, an dem wir auch schlafen und uns dann von den Schweizern verabschieden, die am nächsten Tag zu den Lofoten starten.

    Wasser zu Licht
    Wasser zu Licht

    Wir starten am nächsten Tag nach Festvag, wo es auch ein Klettergebiet gibt, das allerdings andere Temperaturen benötigt, denn die Schlechtwetterfront ist Geschichte und es ist wieder sehr warm. So geht es dann für uns noch weiter nach Kjerringoy, eine Halbinsel nördlich von Bodo, welche unfassbar schön ist. Wir genießen die Landschaft, die fischreichen Gewässer und die leeren weißen Sandstrände. Badeurlaub Deluxe mit frischgefangenem Fisch, besser geht nicht. Nach Kjerringoy wollen wir das vielleicht letzte schöne Wetterfenster nutzen und beschließen nach Gjerdalen zu fahren, um dort auch den 4. Geburtstag zu feiern. Die aufleuchtende Kontrollleuchte vom Airbag macht die Fahrt dort hin etwas unentspannt, wir beschließen dennoch, erst nach Gjerdalen in die Werkstatt zu fahren und die Entscheidung war die richtige. 2,5 Tage, kein Handyempfang, Boulderblöcke sowie Wanderungen vom Schlafplatz erreichbar und ein sehr gelungener 4. Geburtstag bei starkem Wind, was ein Frühstück im Bus erforderte. Wir können dieses einsame Tal uneingeschränkt weiterempfehlen, da es landschaftlich genial ist und die Ruhe und Möglichkeiten, die es bietet, einem einfach entspannen lässt.

    Gjerdaelen
    Gjerdaelen

    Nach einem kurzen Werkstattbesuch in Bodo, den Felix auch zum Arbeiten nutzen kann, geht es dann tatsächlich in Richtung Süden, denn es ist ja schon Halbzeit von der Reise und auch das Wetter soll im Süden eher beständiger sein. Den Wind aus Gjerdalen nehmen wir dann für ein paar Tage mit. Das Wetter bleibt etwas unbeständiger, der Wetterbericht ist allerdings meist ziemlich genau und so können wir das Beste draus machen und sind nochmal viel angeln und wandern. In Glomfjord besuchen wir das gut beheizte Schwimmbad und sind zudem begeistert, dass die Schuhe beim Eingang ausgezogen werden, so können sich auch Kleinkinder auf sauberen Böden in der Umkleide bewegen, macht alles viel einfacher. Außerdem fängt unsere Große bei Agskardet mit ihrer pinken Angel ihren ersten Dorsch, sie ist so stolz. Die 13 Jahre alte und noch originale (!) Zweitbatterie von Josi-Nana wird in dieser Zeit auch immer schlechter und die Standheizung kann nicht mehr so gut benutzt werden, was beim nassen Gewand schon oft praktisch wäre, aber wir nehmen es hin und wollen die neue Batterie erst zu Hause kaufen. Bei Levang verbringen wir 2 Tage an einem einfachen, aber tollen Campingplatz mit Angelmöglichkeit. Die Kids brauchen einfach nochmal eine Pause bevor wir die Reisetage angehen. Die Reisetage funktionieren super und wir kommen immer mehr in den Bereich wo es wieder Boulderfelsen und Kletterfelsen gibt. Bouldern läuft mit den Kids gut, Steffi ist allerdings nach wie vor nicht so erfreut am Bouldern. Seilklettern funktioniert viel besser als gedacht, sofern wir es schaffen einen Schlafplatz in der Nähe vom Klettergebiet zu finden und so die Schlafzeiten von der Kleinen perfekt zu nutzen. Die Große ist mit ihren Hörspielen sehr glücklich und ermöglicht uns ein paar wirklich schöne Klettertouren. In manchen Gebieten kommt auch sie auf ihre Kosten, weil es leichte Touren gibt. Wir fahren über Oppdal, Lillehammer, Gjovik, Rade, Hyggen bis nach Sandvika (Oslo) und kommen in dieser Zeit wirklich gut auf unsere Kletterkosten. Wir machen auch viele kleine Wanderungen, nur das Angeln geht in dieser Gegend leider nicht mehr. Bei Lillehammer verbringen wir auch einen Tag in einem Streichelzoo, super Highlight für die Kids und bei Rade besuchen wir den Trollweg von Risseloypa, was echt total nett angelegt ist und den Kids sehr gut gefällt. Die Schlafplatzsuche wird je weiter südlich und je näher bei Oslo umso schwerer und das easy Vanlife, was wir kennen, ist plötzlich nicht mehr da. Dennoch sind die Plätze dann immer ok, aber wir müssen immer sehr lange suchen, was mit zwei Kids schon mühsam sein kann.

    Bei Sandvika treffen wir dann eine Studienfreundin von Steffi und verbringen mit ihr und ihrem Nachwuchs einen wunderschönen Tag bei Saeteren, ein toller Waldparcourspielplatz, und anschließend gibt es noch selbstgemachte Pizza, bevor es am Abend dann noch ein Stück weiter in Richtung Telemarkskanal geht. Danke Mathilde und Fred für eure Gastfreundschaft, eure Skistöcke und den unkomplizierten schönen Tag.

    CampFire
    CampFire

    Die Tage sind schon fast gezählt und wir genießen die letzte Woche in Norwegen noch in vollen Zügen. Die Schlafplätze sind wieder super schön und viel einfacher zu finden, das Wetter ist traumhaft, wenn auch schon der Herbst grüßen lässt, lädt aber dennoch auch noch zum Planschen ein und bis auf die kalten Nächte ohne Standheizung bleiben nur schöne Momente in Erinnerung. In Kongsberg bekommt man auch ohne Probleme Gas, sofern man deutlich vor Ladenschluss ankommt 😊 Die Batterie wird immer schwächer, bis sie auch den Kühlschrank nicht mehr ausreichend versorgen kann, zum Glück sind die Nächte kühl genug, um das Essen draußen zu lagern, das gefällt den Waldmäusen allerdings auch. In Kristiansand gehen wir dann nochmal shoppen und die Kids spielen am Spielplatz und der Schlafplatz in der Nähe mit Brombeeren und Meer könnt zum Abschluss deutlich schlechter sein.

    Die Fährfahrt Kristiansand-Hirtshals ist dank Spielecke und Outdoorspielplatz sehr kurzweilig und wir kommen ganz nach Plan am Campingplatz Klitgard an. Der Campingplatz ist noch besser als erwartet. Der Spielplatz ist einfach nur genial, der beheizte Swimmingpool wird auch öfters besucht, die Tiere zum Streicheln und Füttern oder nur anschauen sind sowieso das Highlight, genauso wie das kostenlose Reiten und die Dünen mit einer beeindruckenden Treppe zum Meer runden das Gesamtpaket perfekt ab. Tja, da dachten wir nach dem Besuch im Oceanarium bei Hirtshals, wir bringen die Josi-Nana mal ein paar Tage in die Werkstatt und verlängern den Urlaub ein bisschen. Mit der großartigen Unterstützung der Campingplatzbesitzer und der hilfsbereiten Werkstatt, können wir den ungeplant verlängerten Aufenthalt tatsächlich noch sehr genießen, zudem das Wetter dann doch deutlich besser ist als gemeldet. Am 02.09 geht es dann aber doch endlich nach Hause. Mit einem wunderschönen Zwischenstopp in Niederbachem bei Basti und Nina geht es ansonsten zügig bis nach Grinzens, wo wir in der Nacht von 04.09 auf 05.09 ankommen und unsere Große kurz vor zu Hause wach wird und sehr glücklich sagt: „Jetzt erkennen meine Augen ja wieder alles, so schön.“

    Ja nach 8 Wochen ist es tatsächlich einfach nur schön wieder nach Hause zu kommen.

    5*
    5*

    Reisen 2 Kids vs. 1 Kind

    Für uns war die Reise tatsächlich noch erholsamer als die Reise mit nur einem Kind. Ganz einfach deshalb, weil wir das Reisen mit Kind schon kannten und genau wussten was uns erwartet und die eine Person mehr macht kaum noch einen Unterschied, zudem die Kids ja, obwohl sie noch so klein sind, auch miteinander spielen und sich beschäftigen. Natürlich muss man Schlafenszeiten etc. vielleicht etwas besser planen, aber da war unser Glück, dass die Kleine sehr unkompliziert war, was das Schlafen betrifft und auch eine gute Autofahrerin war und die Große mittlerweile eben auch. So waren die Autofahrten tatsächlich sehr oft unsere Zeiten zum Runterkommen und Erholen, da mal nicht geplappert wurde, etwas zerlegt wurde, sich in Gefahr gebracht wurde oder sonstige Bedürfnisse gedeckt werden mussten. Am Anfang war es etwas anstrengend, da die Kleine immer zwischen 06.00 und 07.00 Uhr wach war und gleich mal rauswollte. Das hat sich aber zum Glück gelegt und sie kam in den Urlaubsmodus rein und hat meist auch etwas länger geschlafen, sodass man nicht um 06.00 Uhr in die Kälte raus musste.

    Was uns bei dieser Reise sehr viel Ruhe und Ausgleich gegeben hat, war bestimmt auch die Tatsache, dass wir es geschafft haben, dass wir regelmäßig laufen gegangen sind. So haben wir uns immer abgewechselt und wenn es die Umstände und der Schlafplatz zuließen ging einer von uns, sobald die Kids schliefen; 30 Minuten joggen (das ging sich auch ohne Steffis Milch aus😉). Diese halbe Stunde war so wertvoll, zum einen, einfach mal Zeit für sich, zum anderen konnte man sich einfach gut auspowern und nebenbei hat man meist noch wunderschöne Gegenden erforscht.

    Bei der ersten Reise hatten wir ein Krabbelkind mit dabei, dieses Mal ein Kleinkind das schon Laufen konnte. Wir haben davor oftmals diskutiert, was denn wohl besser sei. Nach der Reise, vor allem im Norden wo es dennoch, trotz Traumwetter, öfters auch feucht und nass war, können wir ohne zu überlegen sagen, dass es für uns angenehmer war, dass die Kleine bereits laufen konnte. Man ist einfach doch viel weniger am Boden unterwegs, was durchaus viele Vorteile hat. Es werden etwas weniger Steine und sonstige Dinge gefunden, die in den Mund gestopft werden können und die Kids sind nicht sofort überall nass, wenn es regnet, da das Gatschgewand laufende Kinder einfach noch besser trocken hält als krabbelnde. Zudem war unser Glück, dass die Kleine noch nicht lange davor das Gehen gelernt hat, so war sie so zufrieden, weil sie die Welt endlich stehend erkundschaften konnte.

    Gemeinsam Meer
    Gemeinsam Meer

    Fazit

    Es war abermals eine unfassbar schöne Familienzeit die uns nie mehr jemand nehmen kann und die wir wirklich in vollen Zügen genossen haben und die paar Kleinigkeiten am Auto konnten uns dieses Mal tatsächlich nicht aus der Ruhe bringen und all das, was wir uns gewünscht haben, durften wir erleben und noch viel mehr. Kaum Mücken oder Knots (warum auch immer), das Wetterglück, die Freunde die wir getroffen haben und kennen lernen durften, die Unbeschwertheit, die Flexibilität, die terminlose Zeit, die ungeplante Reiseroute, die tollen Landschaften, die einsamen Plätze, die Tierwelt, die Beerenwelt, die Kletterfelsen, die Berge, Höhlen und Hügeln, die leeren Strände, die fischreichen Ufer, die einfache und unkomplizierte Art zu Leben in nur wenigen Quadratmetern oder unendlichen Quadratmetern, je nach Perspektive, die Entwicklung der Kinder, die Zeit für UNS 4,…nichts ist für uns wertvoller, als all das und wir sind unendlich dankbar, dass wir den Luxus haben, uns diese Auszeit zu nehmen und einfach WIR sein zu können. Was bleibt sind die Bilder und Videos am PC und noch viel mehr die Erinnerungen und Emotionen in unseren Köpfen.

  • Kurzurlaub im Ötztal

    Wir trafen beim Klettern in der Kletterhalle zufällig zwei alte Bekannte und schon war der Plan fixiert, dass wir das Wochenende bei Christi Himmelfahrt gemeinsam im Ötztal verbringen werden. So ging es am Freitag nach der Arbeit gegen 15:00 Uhr in Innsbruck los und wir kamen bei Sonnenschein in Längenfeld beim Campingplatz an. Das fast angrenzende Freibad ist beim Campingplatz inkludiert und so konnten wir die Kids kaum noch halten, denn das war gleich klar: Heute muss noch gebadet werden. So gingen wir spät aber bei sehr warmen Temperatuten noch ins beheizte Freibad und die beiden Kids hatten die größte Freude mit der Rutsche die sie bereits alleine rutschen konnten.

    Knutscher

    Danach freuten wir uns auf die Pizza die wir gleich beim Restaurant am Campingplatz holen wollten, aber leider hatte diese – warum auch immer – noch Zwischensaison und geschlossen. Es wurde eine Pizzeria in der Nähe ausgechekt und so konnten wir dann doch noch einen Pizzaabend genießen. Die Kids konnten sich auf den beiden Spielplätzen die Zeit gut vertreiben. Die Sanitäranlagen auf dem Campingplatz sind ausgesprochen Deluxe und absolut nicht Standard und tatsächlich schon fast einen Besuch wert 😊

    Am nächsten Tag ging es dann nach Oberried klettern wo wir uns mit noch weiteren Freunden und Nachwuchs trafen. Am Anfang war es noch zu heiß zum klettern, dann aber kam der Schatten und wir kamen alle auf unsere Kosten und sammelten ein paar Klettermeter, auch unsere Große hatte wieder richtig Spaß daran. Zurück ging es dann wieder zu Fuß und die Kids mit dem Rad, was es für alle Seiten sehr angenehm machte.

    Abfahrt

    Während wir kochten hatten die beiden großen Kinder und aber auch die Kleine Spaß am Spielplatz und kamen dann hungrig genau rechtzeitig zum Essen. Nach einer Campinplatzradrundfahrt mit Bademantel ging es dann etwas früher als am Vortrag ins Bett. Der Regenguss am späten Abend überraschte uns dann alle, genauso wie das bewölkte Wetter am nächsten Tag. Nach Abbau und Zusammenpacken ging es dann dennoch gegen Mittag nochmal ins Freibad wo die Kids im Wechsel von Regen und Sonne das Freibad für sich alleine hatten. Danach haben wir im Schwimmbadrestaurant noch gut gespeist und fuhren glücklich und zufrieden nach einem wirklich sehr gelungenen Wochenende mit toller Gesellschaft nach Hause.

  • Erstkommunion = Erstausfahrt

    Da unsere Nichte Anfang Mai Erstkommunion hatte und die Reise nach Graz doch sehr weit ist, beschlossen wir einen Kurzurlaub daraus zu machen und unser neues Dach auf der Josi Nana auszuprobieren. Bis Dato hat es schließlich mehr Nerven gekostet (Stichwort Tiefgaragenhöhe…), als Entspannung gebracht und das sollte dringend geändert werden. Bei der Hinfahrt haben wir dann aber doch lieber das trockene Gästezimmer von Camilla und Christoph genutzt, denn bei 3 Grad und Regen wollten wir dann auch nicht das 1.Mal im neuen Dach schlafen.

    Das Upgrade

    Nach einem sehr gelungenen Wochenende in Graz, fuhren wir dann am Sonntag am Abend noch Richtung Kärnten um in der Nähe vom Kanzianiberg die erste Nacht in der upgegradeten Josi Nana zu schlafen. Und es war genial, der Schlafplatz war super und das Schlafen ebenso, unsere Große will seit dem am liebsten nur noch im Dach mit Felix nächtigen und die Kleine kuschelte mit Steffi im „alten“ Bett und vor allem Steffi genoss den Platz den sie hatte auch wenn „die Kleine“ quer lag.

    Das Wetter war etwas unbeständig angesagt und daher planten wir alles sehr spontan. In der Früh genossen wir den schönen Schlafplatz am Wasser und nach dem der Nebel abzog saugten wir die Sonnenstrahlen richtig auf. Diese blieben uns auch beim Klettern am Kanzianberg erhalten. Die Große kletterte 2 Touren und zwar ganz ohne Unterstützung. Für Kinder ist der Kanzianiberg tatsächlich ein Paradis. Nachdem die Große fertig war ging die Reise weiter zum Affenberg. Gerade rechtzeitig bei der Ankunft fing es zum Regnen an. Wir schafften es trotz zwei schlafender Kinder und Regengewand anziehen gerade noch rechtzeitig zur Tour um 13:00 Uhr. Bis auf die Kleine fanden wir alle die Tour und das Erlebnis wirklich lässig und zu empfehlen. Es ist einfach total cool, wenn die Affen so selbstverständlich an einem vorbeispazieren.

    Danach ging es noch bis nach Osttirol wo wir auch einen akzeptablen Schlafplatz fanden und eine ruhige gute Nacht verbrachten und es von da am nächsten Tag nicht mehr weit bis zum Dürrensee war, wo wir planten, dass wir eventuell ein paar Meter klettern könnten. Die Kids spielten tatsächlcih super mit und so sind wir beide 2 Routen geklettert und waren super happy, dass wir das 1. Mal zu viert ohne Unterstützung klettern waren und das auch noch erfolgreich. Die Große ging danach noch in den eiskalten Dürrensee und hatte ihren Spaß dabei.

    PlitschPlatsch

    Der Wetterbericht lies uns dann doch noch an diesem Tag das Tal verlassen und wir entschieden uns dann für einen Campingplatz als schöner Abschluss des wirklich gelungenen Kurztrips. Der Campingplatz war perfekt, es war noch fast nichts los, so konnte die Große mit ihrem Rad herumfetzen, es gab einen tollen Spielplatz und einen kleinen Zoo, wo die Große sogar einen Hasen und ein Pony streicheln und einen Pfau bewundern konnte. Zudem hatte er tolle Kindersanitäranlangen und ein Restaurant mit super Kinderkarte und guter Pizza, alles rundum perfekt für Eltern und Kinder.

    Am nächsten Morgen mussten wir dann zügig los, da Felix um 10.00 Uhr ein Meeting hatte, welches wir für die Autofahrt geplant hatten. Es ging sich alles perfekt aus, die Kids konnten nochmal zum Zoo, Felix konnte alles packen und dann ging es los und wir mussten bis nach Hause nicht eine Pause einlegen und waren Mittag wieder zu Hause. Besser hätten die paar Tage, die sich mindestens wie eine Woche anfühlten nicht sein können – Vanlife ist einfach toll.

  • Sizilien – Bella Italia Deluxe

    Da unsere Josi Nana ein Dachupgrade bekommen sollte und wir somit 10 Tage ohne Auto gewesen wären, beschlossen wir diese Zeit zu nutzen und mal nicht ins Auto, sondern in den Flieger zu steigen. Sizilien stand schon mal ganz oben auf der Liste, Corona machte uns damals aber einen Strich durch die Rechnung. Dieses Mal sollte es nun endlich klappen. Leider hatte von unseren Freunden niemand Zeit und so entstand die Idee, dass Oma und Opa ihren Süditalien Roadtrip dieses Jahr im Frühjahr machen und wir uns eine Woche in Sizilien treffen.

    Wir entschieden uns die 8 Tage an einem Ort zu verbringen und einfach mal eine ganz entspannte Woche zu haben. Wir nahmen uns ein einfaches aber ausreichendes Bungalow am Campingplatz, welches wir mit Steffis Eltern teilten und das Mietauto sorgte für die notwendige Flexibilität.

    Aufbrausend

    Der Flug lief mit beiden Mädls super, die Große liebte es endlich mal in einem Flugzeug sitzen zu dürfen und die Kleiner unterhielt zumindest die Männer an Board. Bei der Ankunft in Palermo begrüßte uns Sizilien dann gleich mal mit ordentlichen Regenschauern, was aber nicht so schlimm war, da es im Bungalow bereits gemütlich war und Essen am Tisch stand. Großeltern sind einfach der Wahnsinn ❤

    Am nächsten Morgen kamen Tochter und Vater bei der Entdeckungstour dann gleich mal in einen ordentlichen Regenguss, aber das war es dann auch mit dem Regen für die restlichen Tage. Von nun an begleitetet uns in San Vito Wind, Sonne, ein paar Wolken, guter Aperol, bestes Gelato, leere Sandstrände, schöne Buchten, toller Fels, entspannte Kinder, eiskaltes Poolwasser, ein piepsendes Mietauto, Pferde, Eseln, Schafe, der Blick auf und vom Monte Monacco, Hühner mit Hahn und einfach eine erholsame Zeit mit viel entspanntem Programm für Alt und Jung.

    Wir genossen die Vorsaison auf Sizilien in vollen Zügen, zum einen genossen wir die angenehmen Temperaturen, die immer zwischen 20 und 25 Grad lagen und zum anderen die leeren Strände und Buchten, die mit mehr Touristen bestimmt ihre Idylle verlieren. Die Kids genossen es, einfach am Strand zu spielen und mit dem Wasser zu spritzen, für richtiges baden sind unsere zwei Mädls ohnehin noch zu klein.

    Never Sleeping Wall

    Wir genossen es sehr, dass wir zwei einmal ohne Kinder klettern konnten und waren vom Fels sehr beeindruckt, wenn auch schnell müde in den Armen. Die Kletterei ist tatsächlich sehr lohnend und macht Spaß auf mehr. Von der Jahreszeit hat es perfekt gepasst, später im Jahr ist es vermutlich schon zu warm.

    Auch den Monte Monacco haben alle vier Erwachsenen erklommen und wir haben alle den Ausblick auf die wunderschöne Bucht von San Vito und den Nationalpark Zingaro genossen.

    Perspektive

    Unsere Große ist die Routen Pizza, Pasta und Gelato geklettert und hat all das auch ausreichend gegessen 😊

    Das Rikscha fahren mit Oma und Opa war für unsere beiden Mädls das absolute Highlight und wird wohl nun bei jedem Urlaub in Italien ein Muss sein. Neben Kletterwänden und Strand haben wir aber auch etwas Kultur eingeplant und das Städtchen Castellazzo besichtigt, was definitiv einen Besuch wert war und nicht nur wegen der Kuschelkätzchen die es dort gab.

    Sehr besonders an diesem Urlaub war die Tatsache, dass wir immer 8 Hände für 2 Kinder hatten und dies vereinfachte sehr viel und nahm den Stress sehr raus und ermöglichte uns, uns wirklich zu erholen. Sei es beim Kochen, Einkaufen, Programmwahl, Programm den Kids ermöglichen und Möglichkeiten für einem selbst, es war einfach alles so viel einfacher und die Kids haben die Zeit mit ihren Großeltern natürlich auch sehr genossen. Die Wahl, dass wir ein Bungalow am Campingplatz nehmen war für uns genau richtig und würden wir immer wieder so machen. So gibt es für die Kids auch bei der Unterkunft genug Programm mit Spielplatz, Swimmingpool und bei uns sogar der Haushahn. Eigentlich gibt es an diesem Urlaub nichts, was nicht super lief und so konnten wir uns alles erholen, Sonne tanken und einfach eine feine Familienzeit genießen. Wahrscheinlich werden wir irgendwann wieder mal mit dem Auto nach Sizilien reisen, denn wir haben schließlich nur ein kleines Eck kennen gelernt und das hat uns schon sehr überzeugt mit der abwechslungsreichen Vegetation und allen anderen Reizen.

    Generell gefällt uns das Verreisen mit Auto schon etwas besser, aber auch Fliegen hat seine Reize und für die Kids ist es natürlich etwas ganz Besonderes und die Airlines sind tatsächlich sehr kinderfreundlich, so darf man Autositze und Schirmbuggys kostenlos mitnehmen. Es war ein schönes Erlebnis für uns 4 und die Große ist nun endlich mal in einem Flugzeug gesessen und hat es geliebt.

  • Gut – besser – Grieskogel

    Was schenkt man zum 34.Geburtstag? Etwas wertvolles, was man sich nicht einfach kaufen kann! Also ZEIT am Berg😊

    So konnte Felix an seinem Geburtstag mit Freunden in der Axamer Lizum Powdern. Denn trotz des sehr schneearmen Winters, gab es genau zum Geburtstag Schneefall. Da kann man auch die nicht perfekte Sicht mal in Kauf nehmen. Da ein Tag im Schnee aber viel zu wenig ist, sollte am Sonntag noch ein Tag am Berg und der sogar mit Steffi folgen. Vielen Dank unseren absolut genialen Nachbarn, die auf unsere beiden Mäuse schauten, so lange war unser zweiter Nachwuchs davor noch nie ohne Mama. Am Samstag war Bluebird angesagt und wir etwas traurig, dass wir erst am Sonntag, wo dann vermutlich alles verspurt sein würde und das Wetter nicht so gut angesagt war, Zeit hatten… dachten wir! Der Samstag war allerdings am Berg alles andere als Idylle, das Wetter zwar gut, aber die Menschenmassen kaum vorstellbar.

    Am Sonntag ging es dann vor 09.00 Uhr los, mit den Ski ca. 500 Höhenmeter am Rücken, startetet wir direkt von der Haustür über die Nordseite zum Salfeins. Ab der Mitte ging der Aufstieg gut mit den Skien und wir genossen die absolute Ruhe. Am Salfeins machten wir im unerwarteten Sonnenschein nur eine kurze Pause und gingen weiter bis zum Grieskogel (2158m). Schon lange hat Felix die direkte Linie vom Grieskogel ins Senderstal auf seinem Radar. Wir genossen die Ruhe und die Sonne. Lediglich ein einzelner Skitourengeher leistete uns am Gipfel kurz nette Gesellschaft. Die Sonne verabschiedete sich kurz, kam dann aber rechtzeitig zur Abfahrt wieder. Ja heute sollte es klappen, es war tatsächlich nur eine einzige Spur vom Gipfel und die Verhältnisse waren gut. Voller Vorfreude durfte Felix somit seine Firstline ziehen und Steffi fand auch genug Platz für ihre Schwünge. Nach der kurzen „Engstelle“ direkt bei der Einfahrt wird der Hang richtig breit und es war ein einziger Genuss den 35-38 Grad steilen Hang quasi unverspurt vor sich zu haben. Der Schnee war pulvrig und nur vereinzelt schon etwas schwerer, aber insgesamt perfekt zu fahren. Wir waren endlich wieder in unserem Element, Felix, Steffi, Schnee, Sonne, Genuss und das alles direkt von der Haustür. Plus neu dazugekommen: Zu wissen, dass die Kids super betreut sind, einfach nur Luxus und ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Unten raus waren dann ein paar Sträucher, die aber easy zum Umfahren waren und auch ganz unten erwischten wir noch die perfekten Schneisen und kamen quasi ohne Forstweg direkt zur Rodelbahn. Ein paar Meter zu Fuß durch den Wald und wieder zu Hause.

    Energie für die Kids hatten wir beide dann nicht mehr so viel, aber wir haben den Nachmittag auch überstanden und am Abend fielen wir einfach nur überglücklich ins Bett. Besser hätte der Tag tatsächlich nicht sein können und was für ein Glück, dass wir nur Sonntag Zeit hatten, manchmal kommt eben doch alles anders als man denkt.

  • Letzte Vorbereitungen im Ötztal

    Mit großen Schritten gehen wir auf die Geburt unseres 2. Sprösslings zu und bekamen noch einmal Zeit für ein gemeinsames Wochenende freigespielt. Da wir auf alles vorbereitet sein wollten und nicht zu weit weg wollten, zog es uns ins Ötztal und den dort ansässigen Klettergebieten. Mit Nösslach und Ötz ging es für uns in wohl bekannte Gebiete, die wie immer nicht enttäuschten, auch in fortgeschrittener Schwangerschaft. Touren wie „Strada il Sole“ in Nösslach „Bizeps“ in Ötz sind einfach immer einen Besuch wert. Hervorheben möchten wir auch den Campingplatz und die Ötztalerei in Umhausen, die uns mit Gastfreundschaft (man sollte wissen, wie man im Falle des Falles Nachts um 03:00 Uhr durch die geschlossene Schranke kommt 😉 ) und leckeren Burgern begegneten. Neben Klettern gönnten wir uns auch einen Tag im der Freizeitarena in Sölden – ja, auch wir werden scheinbar alt 😀

    Trotzdem waren es tolle Tage und wir sind ready für die zweite Krawallrakete 🙂

  • Azurblaue Küstenzeit

    Endlich Mai und endlich nach 1 1/2 Jahren Therapieende, was bedeutet, dass unser 3-wöchiger Urlaub in Frankreich vor der Tür steht. Wir machten uns keine Stress beim Packen und so ging es Anfang Mai gegen Mittag los. Nach einer ausgiebigen Pause mit Pizzaessen am südlichen Ende des Gardasees ging es am Abend weiter bis nach Albenga wo wir einen uns bereits bekannten Schlafplatz nutzten um dort die erste Nacht zu verbringen. Die Fahrt verlief gut und wir waren am nächsten Tag auch gut erholt und konnten gleich mal klettern gehen. So wie der Start, war dann eigentlich der gesamte Urlaub, unkompliziert, spontan und einfach nur schön, nochmal Zeit zu Dritt in unserer Josi-Nana zu verbringen.

    Wir fuhren dort hin oder blieben dort, wo das Wetter gut war und hatten so (bis auf die Heimreise) nur eine Regennacht, ansonsten war jeder Tag beständig und es hatte meist 20-25 Grad, was einfach nur perfekt war. Bei diesen Temperaturen macht Südfrankreich richtig viel Spaß. Das Meer war noch auf der kalten Seite und unser Nachwuchs wollte keinen Neopren anziehen, von dem her waren nur Felix und Steffi im Meer und unser Wirbelwind spielte lieber im Sand.

    St. Tropez

    Urlaubsaktivitäten:

    Wir wollen nach wie vor in unseren Urlauben sportlichen Aktivitäten nachgehen und verschiedene Gegenden und Landschaften erkunden. Dass sich das Aktivitätsniveau mit Kind verändert hat, haben wir mittlerweile schon gelernt und so gingen wir in diesen Urlaub ganz ohne Erwartung aber mit der Hoffnung dennoch etwas zum Klettern und Auspowern zu kommen. Jede Altersphase bringt andere Möglichkeiten und Herausforderungen mit sich, dazu später noch mehr. Grundsätzlich war das Reisen per se einfach, unser Sonnenschein fühlte sich schnell überall wohl und genoss es die verschiedenen Umgebungen zu erkunden, wenn auch gerne zusammen mit Mama oder Papa. Klettern war leider nicht so gut möglich wie wir uns da gewünscht hätten, da Frauen scheinbar einen starken Willen haben und so konnte unser Nachwuchs noch so gut alleine spielen und Spaß haben: sobald jemand in der Wand war, hatte sie keinen Bock mehr und rebellierte häufig. Dennoch kamen wir zu ein paar Klettertagen und Klettertouren, die allesamt wirklich wunderschön waren und die Bewegung an der Wand tat einfach immer gut und auch unsere Madame kletterte ihre erste (2er) Tour bis ganz ans Top und hatte Spaß am Ablassen und Schaukeln.

    Erste Tour gemeistert

    Wanderungen haben wir ebenfalls ein paar unternehmen können, wenn auch viel kürzer als gewöhnt und es musste immer viel Zeit eingeplant werden. Unsere liebe Maus wollte weder lange getragen werden noch wollte sie lange wandern, denn das wurde ihr schnell langweilig und das verkündete sie in der Dauerschleife 😊Dennoch waren alle Miniwanderungen zwar nicht schweißtreibend, aber wunderschön und abwechslungsreich mit Blick zur Küste und zum Meer.

    Neben Klettern und Wandern/spazieren waren dieses Mal die Haupturlaubsaktivitäten Spielplätze, Meer, Sand und einfach das stressfreie Leben genießen.

    Die Reiseroute und Schlafplätze:

    Unsere grob geplante Reiseroute war Ligurische Küste, Côte d’Azur, Ardèche, Grenoble, Genf, Bregenzer Wald und alles dazwischen und rundherum. Wir ließen uns aber vom Wetter leiten und so verbrachten wir die meiste Zeit in Südfrankreich im Bereich zwischen Nizza und Toulon bis Aix-en-Provence. Auch die Provence begeisterte uns sehr und wir erfreuten uns an der Lavendelblüte und an den Olivenhainen. Von der Provence ging es mit wenigen Zwischenstopps bis nach Genf wo wir eine Freundin besuchten um dann wiederum zügig weiter bis zum Bregenzer Wald zu fahren und die letzten Urlaubstage bei guten Freunden zu verbringen. Es war die perfekte Reiseroute, weil wir trotz Maitief immer gutes Wetter hatten. Die Schlafplatzsuche war widererwarten super einfach und wir hatten von wunderschönen Plätzen direkt am Meer bis zu aussichtsreichen Plätzen über den Küstenstädten zu magischen Plätzen etwas im Hinterland und idyllischen Plätzen in den Olivenhainen fast alles und verbrachten in Summe nur 4 Nächte auf Campingplätze, wobei diese aus anderen Gründen als der Schlafplatzsuche gewählt wurden.

    Magic Tree

    Dazu muss auch gesagt werden, dass Campingplätze in Frankreich super leistbar, sauber und einladend sind. So bezahlten wir bspw. für einen Campingplatz mit genialem Baumhaus, Spielplatz und Swimmingpool keine 30 Euro pro Nacht.

    Herausforderungen und was super lief mit fast 3 Jahre altem Kind

    Für uns war das Reisen mit unser super Maus dieses Mal tatsächlich richtig einfach. Sie spiele oftmals lange alleine und wenn sie Nähe brauchte, konnte entweder Mama oder Papa sie glücklich stellen und eine Person konnte immer etwas erledigen oder genießen. Sie schlief am Abend relativ zügig und bald (zwischen 8 und 9 Uhr) ein und schlief sehr gut, sodass wir wirklich jeden Abend in Ruhe und Zweisamkeit genießen konnten.

    Die Herausforderungen waren mit Sicherheit, dass unser Nachwuchs anfänglich Probleme hatte, überall aufs Klo zu gehen. Dies legte sich aber zum Glück dann doch relativ bald und dann waren wir alle 3 tiefenentspannt. Was wir daraus für uns gelernt haben ist, dass wir in Zukunft am Anfang der Reise einen Ort wählen wo wir mal 2-3 Tage bleiben um sich zu akklimatisieren und an die fremde Umgebung zu gewöhnen. Jeden Tag ein neuer Ort, ein neuer Schlafplatz und so viel neue Reize können dann ganz schön viel sein, was dann zu Unruhe führen kann.

    Dass unsere Maus keinen Mittagsschlaf mehr macht, war zum einen ein großer Vorteil, weil man eine Sache weniger beachten musste, zum anderen wäre es aber natürlich teilweise auch von Vorteil gewesen, weil man eventuell längere Wanderungen unternehmen hätte können oder auch etwas mehr zum Klettern gekommen wäre.

    Alles in allem ist allerdings das Reisen mit einem fast 3 Jahre alten Kind schon deutlich unkomplizierter und entspannter als mit einem 1-Jährigen Kind und es ist einfach wunderschön, wenn man mal so richtig Zeit für das Kind hat und nicht ständig nebenbei Dinge erledigen muss. Für uns hat sich das Reisen mit Bus wieder sehr bewährt und für uns ist es nach wie vor eine Urlaubsart die wir nicht ersetzten wollen sondern vor allem auch mit Kind so viele positive Seiten mit sich bringt.

  • Mitte 30 im 40er

    Die erste Hitzeperiode im Jahr 2024 wollte genutzt werden. Steffi und der Nachwuchs waren in Linz, weswegen es Felix gemeinsam mit Peppi an den Fels zog. Immer wieder lächelt das Schüsselkar uns in unserer Wohnung zu. Perfekt, dass dort vor kurzem einige neue Plaisiertouren eingebohrt wurden, die das perfekte Testpiece für Felix nach seiner Schulter-OP im Dezember waren. Nach kurzer Beratung wurde sich für die 40 Jahre danach entschieden und für den nächsten Tag ein Rutschblattl eingepackt – mal sehen wie viel Schnee wir dort noch vorfinden würden. Der Tag versprach sehr heiß zu werden, es wurde trotzdem gemütlich gestartet und die ersten Höhenmeter mit den E-Bikes schmolzen nur so dahin. Es war das erste Mal für Felix auf einem E-Bike und das ist schon wirklich ein bisschen frech, WIE easy dann alles wird. An der Wangalm angekommen ging es die letzten Höhenmeter zu Fuß weiter, bis auf eine weitere Seilschaft war niemand unterwegs und man konnte sich beim Spuren abwechseln. Es war aber weniger Schnee als erwartet – zum Glück. Nach einer kurzen Jause am Einstieg und summsen warum es denn so heiß ist wurde eingestiegen. Die Tour ist perfekt abgesichert und aktuell noch messerscharf. Die Tour hat nur 5 Längen, was an diesem tag vorteilhaft war, da Felix‘ Kreislauf nicht ganz mitspielen wollte. Es wurde aber trotzdem durchgezogen und die Kletterei ließ sich trotz nicht perfektem Wohlbefinden einfach genießen. Die beiden Schlüssellängen im 7. Grad erfordern zwei Mal etwas Courage, sind ansonsten aber auch eher im 6. Grad und einfach lohnend. Das Abseilen geht Dank der perfekt eingerichteten Abseilpiste perfekt – danke an die Erschließer!

    Das Rutschblattl funktionierte dann nur bedingt, zu tief und weich/faul war der Schnee. A Gaudi wars trotzdem. Am Puitbach gab’s dann noch ein Kaltgetränk und der Tag wurde rund abgeschlossen – Danke Peppi!

    Das E-Bike ist schon bestellt 😀

  • Arco bleibt planbar

    Mitte März sollte es nun endlich so weit sein, dass wir ein Wochenende ohne Nachwuchs im schönen Süden an den Kletterwänden verbringen können. Ganz im Motto, gemütlich etwas an der Wand bewegen und einfach mal wieder Zeit zu zweit genießen. Die Vorfreude war riesig und alles war perfekt geplant… wäre da nicht die Arbeit, die dann doch einen Strich durch die Rechnung machte, da Felix das gesamte Wochenende arbeiten musste, es ist doch nicht immer Verlass auf die Onlinekalender, auf Freunde allerdings schon. Felix musste zwar arbeiten, aber Steffi konnte mit Sarah ein Wochenende in Arco verbringen und unser Nachwuchs durfte Omi und Opi auf Trab halten 😊

    Am Freitag Abend ging es mit Sarah‘s neuem Bus nach Arco und nach einer etwas längeren Schlafplatzsuche schmeckten die Nudeln mit Pesto wie ein 5 Sterne Menü. Die beiden hatten sich genug zu erzählen und so ging es spät ins Bett und demnach wurde auch perfekt ausgeschlafen und das Frühstück wurde in den wärmenden Sonnenstrahlen, in absoluter Ruhe und voller Vorfreude aufs Klettern genossen. Der Klettertag hätte besser nicht sein können, Sarah stieg alle Touren im Onsight vor und Steffi genoss die Bewegung an der Wand so ganz angstfrei im Nachstieg. Nach über 4 Monaten endlich wieder Fels unter den Fingern, Balsam für die Seele und Körper. So viele Touren ist Steffi überhaupt schon lange nicht mehr geklettert und so ging es gut erschöpft zum Gardasee, denn in den mussten wir natürlich schon reinspringen. So ging es bereits im Dunkeln und neben vermutlich kopfschüttelnden Touris das erste Mal für dieses Jahr in den kalten aber gut erfrischenden Gardasee. Frisch „geduscht“ schmeckte die Pizza gleich noch besser.

    Am nächsten Tag ging es in ein für Steffi noch unbekanntes aber wirklich bombastisches Gebiet. Lieder waren sehr viele Routen nass, dennoch gab es genug zu klettern und so war Steffi „gezwungen“ in eine etwas schwerere Toru einzusteigen die ihr richtig gut von der Hand ging und somit noch mehr Endorphine ausgeschüttet wurden. Danke Sarah fürs Vorsteigen 😊

    Da nach zwei Tagen immer noch nicht genug gequatscht wurde, verliefen wir uns beim Abstieg gleich nochmal und hatten ein paar Zusatzhöhenmeter zum Auto zu absolvieren. War aber nicht weiter schlimm und Bewegung ist ja gesund. Zufrieden und mit vielen schönen Eindrücken ging es einwandfrei wieder in die Heimat. Nach über 3 Jahren wieder mal alleine ein Wochenende mit einer Freundin zu verbringen war wunderschön und wieder mal wurde Steffi richtig bewusst, warum sie den Klettersport so liebt und warum klettern einfach mehr gibt als eine Runde Laufen. Danke für die schöne Zeit und das spontan sein 😊

  • Paarzeit mit dem Papa

    Steffis Eltern wollten Anfang März mal wieder ins schöne Tirolerland kommen, oder doch lieber ihre Enkeltochter besuchen? Jedenfalls war Felix‘ Schulter mittlerweile wieder so gut, dass leichte Skitouren möglich sein sollten, geprüft hat er dies bei einem schönen Geburtstagsabend mit Freunden aufs Hoadl. Wenn also die Eltern zu Besuch sind und Elli bestens betreut ist, sollte einer Skitour in schöner Zweisamkeit nichts mehr im Wege stehen… naja wäre da nicht eine Stirnhöhlenentzündung die Felix dann doch daran hinderte. Steffi wollte sich den Tag in den Bergen allerdings doch nicht entgehen lassen, obwohl die Schneebedingungen nicht gerade prickelnd waren und ein Föhnsturm gemeldet wurde. Aber Bewegung an der frischen Luft, im Schnee und Ruhe, das sind schon allein so wertvolle Energiebringer, dass das andere fast nebensächlich ist. So „opferte“ sich Steffis Papa und das Ziel war der Mitterzaiger. Die Ski mussten nur kurz getragen werden und es ging ohne Harscheisen in Richtung Gipfel. Die Lungenkapazität von Steffi ist schon etwas eingeschränkt, aber da Skitouren eine großartige aerobe Ausdauerbelastung darstellt und man das Tempo so gut anpassen kann, gings dennoch in einem akzeptablen Tempo bis zur Scharte, den Gipfel schenkten sich die beiden dieses Mal, da es ziemlich windig war und beide den Gipfel ja bereits schon erklommen hatten. Die letzten Meter zur Scharte ging es sogar in Sonnenschein und die Aussicht war wie immer wunderschön. Die ersten Abfahrtsmeter waren dann wieder eher ein Blindflug und Steffi und ihr Papa hatten eher die Einstellung, dass es eine „sicher zum Auto kommen“ Abfahrt werden würde. Die Wolken zogen allerdings wieder weiter und die andere Bachseite brachte widererwarten und zur Freude der beiden ein paar Schwünge im Pulver mit sich. Unten raus ging es über das schön kuppierte Gelände im Firn und bei Frühlingstemperaturen zum Auto. Glücklich und mit einem Lächeln im Gesicht ging es wieder nach Grinzens, wo das Essen bereits am Tisch stand. Ein rundum perfekter „Urlaubstag“ mit viel besseren Konditionen als erwartet. Es zahlt sich also einfach immer aus raus in die Berge zu gehen.